geocaching_leitpfosten

Hin und wieder findet man auch mal einen Geocache in einem Leitpfosten. Doch diesmal kam die Polizei dahinter und das ist für den Owner leider gar nicht so toll. 🙁

Mitarbeiter einer Straßenmeisterei fanden in der Nähe von Niederthann (nähe Pfaffenhofen) einen ungewöhnlichen Leitpfosten. Welcher abgesägt und vom Owner wieder zusammen gesetzt wurde. Bei näher Betrachtung sah man einen Reflektor, welcher mit einem Klettband befestigt wurde.

Im Inneren des Leitpfosten fand man zudem Batterien, einige Kabel und Platinen. Dies ergab den Mitarbeitern ein Rätsel auf, welches sie nicht allein lösen konnten. Somit übergaben sie den Leitpfosten an die Polizei in Pfaffendorf weiter. Dies irrte vorerst auch im Dunkeln, doch nach weiteren Ermittlungen fanden diese einen USB-Stick, welcher nach einer Auswertung die Lösung für dieses kleine Rätsel mit sich brachte.

Leitpfosten
Bild: Polizei

Es handelte sich um eine Station eines Mysterys oder Multis, durch Aktivierung erhielt man als Geocacher eine Radiofrequenz. Nachdem man diese zum Beispiel im Auto-Radio einstellte, hörte man eine verzerrte Stimme, welche die Koordinaten für den nächsten Punkt angab. Für mich klingt das nach einem echt guten Geocache, welcher mit viel Fleiß und Phantasie umgesetzt wurde.

Im Grunde sieht die Polizei das auch so, aber für die hätte es halt kein Leitpfosten sein dürfen. Daher zählt es als Straftat, weil sich um eine Sachbeschädigung handelt. Hm, schade, finde dies ein wenig überzogen, da die eigentliche Funktion des Leitpfostens ja nicht beeinträchtigt wird oder was meint ihr dazu?

Quelle: donaukurier.de


Es gibt aber auch Fälle, wo die Straßenmeisterei sogar mit hilft und beim Austausch eines bestimmten Leitfosten den Petling einfach mit tauscht. Aber lest selbst: Facebook Kommentar von Ingmar.


Update: Also wenn ich die Kommentare von hier, Facebook und Google+ mal zusammenfasse, ist es für die meisten eine Straftat und somit nicht okay, auch wenn viele Idee echt gut finden.

Dennoch hoffe ich, dass die Strafe für den Owner nicht zu hoch ausfällt.

20 KOMMENTARE

  1. Erst ein mal Hut ab. Tolle Idee. Super Sache auf die man erst ein mal kommen muss.
    Doch ich kann die Polizei schon verstehen, da der Einbau bzw Umbau klar Sachbeschädigung ist. Ich möchte ja auch nicht, dass mein Zaun ungefragt zersägt und umgebastelt wird.
    Grade wenn es wichtige Dinge sind, wie beispielsweise der Leitpfosten, dann gilt noch besonders Obacht, die stehen ja nicht umsonst da.
    Aber man hat ja öfters Caches in den Dingern. Einmal fand ich sogar einen Leitpfosten mitten auf einem Feld 🙂
    Ich grüße
    Steffen

    • Ja aber die Funktion des Leitpfostens wurde ja nicht beeinträchtigt und diente somit für 2 Sachen. Zur Sicherheit und als Cache-Station, ich finde das effiziente Nutzung. 🙂

      • Kreativ ist der Geocache bzw. die Station allemal. 🙂

        Dennoch: Keine Privatperson würde es einfach zulassen, dass sich am eigenen Eigentum vergriffen wird.

        Warum sollte es der Eigentümer des Leitpfosten tun? Egal, ob Stadt, Gemeinde, Kreis, Land oder Bund.

        Ich stelle mir grad die Aufregung vor, wenn jemand bei sich Zuhause oder im Schrebergarten entdeckt, dass der dortige Gartenzwerg, Briefkasten, Zaunpfosten, Regentonne etc. aufgesägt und von innen bestückt würde.

        Tschuldigung, aber das ist einfach ein NoGo!

        Vielleicht wäre es ein Weg, die Straßenmeisterei mal zu fragen, ob sie einen Leitpfosten entbehren könnten, der eben dann für die Station dient.

        Das Eigentum anderer ist einfach tabu – meine Meinung!

        • wie oben erwähnt, lässt und unterstützt das in manchen Fällen so etwas die Stadt, Straßenmeisterei etc. auch zu. 😉

          Und auch wenn es nicht erlaubt ist, so hoffe ich das der Owner nun nicht zu viele Schwierigkeiten bekommt.

          Natürlich sollte man in manchen Fällen vorher Fragen, ob man an bestimmten Stellen einen Cache unterbringen darf. Ich hab dies als Owner gemacht und an einer Stelle wurde es mir untersagt aber an einer anderen Stelle erlaubt und ich durfte sogar in de Wand an einem Stadions-Gebäude bohren. Somit ist man zumindest auf der sicheren Seite.

    • Ich muss Steffen da Recht geben:

      An sich eine Tolle Idee, aber in der Umsetzung leider etwas zu kreativ.

      Ein Leitpfosten absägen ist halt nun mal Sachbeschädigung – so kleinlich sind die Statuten.

      Gruß
      Luke

  2. Es geht nicht darum das die Funktion des Leitpfostens nicht beeinträchtigt wurde sondern schlichtweg darum das man soetwas nicht macht. Das verbietet einem eigentlich schon der gesunde Menschenverstand den einige Cacher in irgendeinem Leitplankenmicro liegen lassen haben.

    Viele Grüße

    Jochen

  3. Also das ist klar Sachbeschädigung. Das Ding ist nicht mehr im ursprünglichen Zustand und hat damit keine Zulassung mehr. Und das hier irgendwie auf Radiofrequenzen gesendet wird, ist vermutlich auch nicht ohne weiteres erlaubt. Hört sich immer irgendwie blöd an, aber solche Sachen sind seit Einführung der EU-Richtlinien meistens nicht mehr zulässig.

    • Ja mit der Radio-Frequenz klingt nach einer guten Idee aber in wie weit dies zulässig ist oder nicht, kann ich Dir gar nicht sagen.

      Ich könnte mir vorstellen, dass FM zum Beispiel tabu ist aber das AM vielleicht für private Sachen zulässig ist? Aber damit kenne ich mich wirklich nicht aus, aber ich weiß das es bei uns etwas ähnliches gibt, nur dass der Owner da keine Radio-Frequenz nutzt, sondern das über CB-Funk realisiert hat. Wo man aber eben jemanden braucht, der ein Funkgerät besitzt. 😉 Und in Freital gibt es einen Cache, wo man sich per WLAN in ein privates Netz einloggt und dann eine Internetseite mit einem kleinen Rätsel sieht.

      Also Ideen gibt es da schon einige, was ich echt cool finde. 😉

  4. Hallo,

    naja so ganz stimmt die Sache mit der Leitpfostenfunktion nicht. Be einem Unfall zerlegt sich das Dingen nun in 2 Teile die herumfliegen können, oder aber es fliegt überhaupt etwas herum, da die Pfosten ja im allgemeinen Federgelagert sind und so einiges ab können ohne zu zerbrechen.

    Ganz klar Klasse Idee ( gestehe hatte ich auch schon mal im Sinn ) aber soetwas nur mit nachfragen.

    Die Sache mit dem Sender, das ist ganz einfach. automatische Sendeanlagen sind untersagt, dann die FM Transmitter sind in Ordung, solange sie nocht umgebaut werden und so die Zulassung verlieren, also auch verboten. Doch bei beidem sehe ich persöhnlich das eher so, wenns keinen stört oder beeinträchtigt, dann ist es OK. Will sagen, solange keine Frequenzbereiche geändert werde oder die Sendeleistung erhöt finde ich es nicht so schlimm, da das Gerät ja weiter in seinem geplanten und angedachten Rahmen betrieben wird.

    Grüße Olaf

  5. Die Funktion des Leitpfostens wurde sehr wohl beeinträchtigt! Die Dinger müssen echt viel aushalten und sind so gebaut, dass sie das Verletzungsrisiko bei einer Kollision reduzieren. Das ist nach dem „Umbau“ nicht mehr gegeben. Was wenn der abgesägte Oberteil durch eine Windschutzscheibe fliegt?

  6. Ich sehe das auch mal aus Sicht der Sicherheit, wenn ich einen solchen Pfosten umfahre dann liegt der im Regelfall komplett unter meinem Auto. Bei diesem Pfosten besteht die Gefahr, dass das obere Teil einfach wegfliegt und dann als Geschoss in irgendeiner Frontscheibe landet.
    Die Idee an sich und die Umsetzung finde ich schon auch genial, und hoffe die Strafe wird mehr nur ein kleiner Denkzettel als eine richtige Strafe für den Besitzer.

  7. Klingt nach einem echt super-coolen Cache.
    Schade, daß die Location für die Station ungünstig gewählt war. Klar, dass offizielle Stellen da gezwungen sind es weiter zu verfolgen. Drücke dem Owner die Daumen, dass es bei einer Verwarnung bleibt.

  8. In meiner Homezone wurde knapp zwei Tage nach diesem Beitrag hier ein Cache veröffentlicht, der sich an / in einem Leitpfosten befindet.
    Ich war so frei, in einer Note auf diesen Blog hinzuweisen, mit dem Kommentar „Das könnte Probleme geben.“
    Wenn ich geahnt hätte, was das nach sich gezogen hat, hätte ich es nicht getan.
    Mir wurde vorgeworfen, daß ich den Cache „niedermachen“ würde und das ich mir ohne vor Ort gewesen zu sein ja wohl kein Bild machen und daher auch keine Meinung erlauben könne.
    Es sei an diesem Cache „nichts gefährliches“ und „alles in Ordnung“.
    In einem Log wurde sogar mit einem Smiley geschrieben, daß man sich „unter Lebensgefahr“ dem Cache genährt und ihn geloggt habe.
    Das nächste Mal sage ich nix und freue mich, wenn ein Owner ggf. ein Bußgeld zahlen muss – und werde dann sagen „Tja, ich hätte es ja schon viel früher sagen können…“

  9. Ich als alter Geocacher finde die Idee wirklich sehr sehr gut – mal was anderes! Natürlich ist der Ort nicht optimal gewählt, aber was solls. Schon seit meinem ersten Geocaching Kurs bin ich begeister von diesem „Sport“ und die nächsten Kurse werden folgen.

  10. Ich finde die Idee mit der Radiofrequenz total kreativ, wie legal sie ist kann ich nicht beurteilen. Ich denke nicht, dass der Owner sehr viel Schwierigkeiten bekommen wird. Wahrscheinlich konnte die Polizei keine Ausnahme machen, auch wenn es eine gute Idee war.

  11. Letztlich geht es doch um Kreativität, Einfallsreichtum und Spaß an der Sache. Aber da wir uns ja nicht in „rechtsleerem Raum“ befinden, muss man halt immer mit Augenmaß vorgehen. Die eigene Meinung zu relativieren, fällt uns allerdings oft schwer.

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